Am 7. März fand in Maisenbach der diesjährige Is-Real-Day Süd unter dem Thema »Israel – und jetzt?!« statt. Zahlreiche junge Menschen aus unterschiedlichen Gemeinden kamen zusammen, um sich gemeinsam mit diesem aktuellen und herausfordernden Thema auseinanderzusetzen.

Nach einem herzlichen Ankommen startete der Tag mit einer Bibelarbeit von Frank Clesle. Dabei ging es sowohl um die aktuellen Geschehnisse in Israel als auch um die Geschichte Israels und die Frage, wie wir als Christen im Verhältnis zu Gottes Volk stehen. Eine zentrale Bibelstelle war dabei Römer 11,18:
»Wenn aber etliche der Zweige ausgebrochen wurden und du als ein wilder Ölzweig unter sie eingepfropft bist und mit Anteil bekommen hast an der Wurzel des Ölbaums, so überhebe dich nicht gegen die Zweige! Überhebst du dich aber, so bedenke: Nicht du trägst die Wurzel, sondern die Wurzel trägt dich.«
Als Christen aus den Nationen haben wir das große Vorrecht, Anteil an diesem edlen Ölbaum zu bekommen. Gleichzeitig erinnert uns diese Stelle daran, dass wir uns niemals über Israel erheben dürfen. Nicht wir tragen die Wurzel – sondern die Wurzel trägt uns. Durch das Volk Israel ging damals wie heute ein reicher Segen hervor, und diese Verbindung bleibt auch für uns als Christen von großer Bedeutung.
Nach einer Stärkung beim gemeinsamen Mittagessen starteten die Workshops. Ein besonderes Highlight war der Workshop mit Anatoli Uschomirski, einem messianischen Juden. Er erklärte die jüdischen Feste und ihre Bedeutung im Detail und gab Einblicke in die Frage, warum messianische Juden die im Alten Testament beschriebenen Feste bis heute feiern.

In der Kreativwerkstatt konnten die Teilnehmer ihrer Kreativität freien Lauf lassen – Jutebeutel wurden individuell gestaltet oder mit Nägeln kunstvolle Muster in Holzscheiben geschlagen.
Im Q&A mit Jair Bayer hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, ihre ganz persönlichen Fragen zu Israel zu stellen. Dadurch entstand ein sehr persönlicher Einblick und guter Austausch. Auch der Workshop »Israel und Du?!« mit Frank Clesle griff diese persönliche Perspektive auf und stellte die Frage, welche Bedeutung Israel ganz konkret für unser eigenes Leben und unseren Glauben hat.
Am Nachmittag ging es mit dem Thema »Von Wut zu Liebe – an der Front im Nahostkonflikt« weiter. Jair berichtete von seinen persönlichen Erfahrungen während des Krieges in Israel. Ein zentraler Punkt dabei war: Gott ist gut – unabhängig von den Umständen. Dieses Fundament trägt uns auch dann, wenn wir Fragen haben oder Situationen schwer zu verstehen sind.
Dabei stellte sich auch für die Teilnehmer eine persönliche Frage: Wie gehen wir mit Israel um? Wie stehen wir öffentlich zu Gottes Volk? Und wo ist unsere eigene »Front« im Alltag?
Zum Abschluss des Tages stand noch ein gemeinsames Geländespiel auf dem Programm. In kleinen Gruppen machten sich die Teilnehmer auf den Weg über das Gelände, um an verschiedenen Stationen Zutaten für Pfannkuchen zu sammeln. Zurück am Lagerfeuer wurde dann gebacken, was das Zeug hielt.
Nach dem Spiel ließen viele den Abend noch gemütlich am Lagerfeuer ausklingen. In kleinen Gruppen entstanden Gespräche über die Themen des Tages, über Israel, den eigenen Glauben und persönliche Fragen. Der Tag bot so nicht nur viele inhaltliche Impulse, sondern auch Raum für Begegnung, Austausch und Gemeinschaft.
