Der Antisemitismus steigt. Was tun? Aufstocken!

Wir stocken den Zionsaal auf. Dort entstehen im Jahr 2020 Multimediale Bildungs- und Begegnungsräume
zur Antisemitismusprävention.

Durch den wieder wachsenden Antisemitismus sehen die Verantwortlichen die Notwendigkeit, nicht nur in Israel unter Holocaustüberlebenden versöhnend tätig zu sein, sondern auch präventiv und informierend dem zunehmenden Antisemitismus in Deutschland zu begegnen. Dies geschieht bereits seit 5 Jahren durch öffentliche Veranstaltungen vor allem zum Holocaustgedenktag am 27.01. in Zusammenarbeit mit der Stadt Bad Liebenzell und seit 4 Jahren in Kooperation u.a. mit dem lokalen Schuldekanat im Rahmen eines frei zugänglichen Online-Video-Archives (www.papierblatt), einer digitalen Plattform für Unterricht und Forschung.

Jedoch fehlt bislang ein multimedialer Bildungs- und Begegnungsraum, um neben dem laufenden Gästebetrieb der wachsenden interessierten lokalen und touristischen Öffentlichkeit zu diesem Thema geschichtliche Hintergründe und aktuelle Fakten dauerhaft zu präsentieren, und vor allem auch für die junge Generation besser begreif- und erlebbar machen zu können.

1.2 Inhalt des Projekts und Fördergegenstand

Der bestehende Veranstaltungsraum „Zionsaal“ (Kapellenraum für Gottesdienste) soll mit einer zusätzlichen Etage in Holzbauweise und barrierefreiem Zugang über eine Rampe aufgestockt werden.

Dort sollen öffentliche, barrierefreie, multimedial nutzbare Bildungs- und Begegnungsräume entstehen. In diesen Räumen sollen vor allem junge Menschen, aber auch generationsübergreifend die interessierte, lokale und touristische Öffentlichkeit durch innovative Methoden und Ansätze (z.B. Escape-Room-Modell) mit dem Thema Judentum und Israel konfrontiert, und präventiv gegen Antisemitismus geschult und nachhaltig geprägt werden. Das Bildungs- und Begegnungsprogramm kann einerseits z.B. die NS-Geschichte des Nordschwarzwaldes vermitteln, andererseits aber auch über Filme oder Live-Schaltungen zu den sich in Israel befindenden Einrichtungen von Zedakah e.V. in Maalot und Shavei Zion einen Einblick in das aktuelle Leben von jüdischen Holocaustüberlebenden geben. Damit bietet das Projekt einen einzigartigen Weg für Jung und Alt, besonders jedoch für Jugendliche, zur eindrucksvollen Wissenserweiterungen und der Gewinnung von Einblicken in eine andere Kultur und Begegnung mit jüdischen Menschen, die den Holocaust überlebt haben. Dadurch soll antisemitischen Vorurteilen präventiv begegnet und ein Beitrag zur Völkerverständigung und zur Förderung der Integration und Toleranz gegenüber fremdkulturell geprägten Menschen anderer Religionen geleistet werden.

Diese Bildungs- und Begegnungsräume ermöglichen zudem Workshops und interaktive Bildungseinheiten (z.B. temporäre Ausstellung „Antisemitismus im Nordschwarzwald“ etc.). Darüber hinaus sind zur thematischen Vervollständigung Ausstellungselemente in Glasvitrinen (z.B. jüdische Gegenstände zum „Anfassen“) vorgesehen.

Die interaktiven Angebote und buchbaren Programme sollen so konzipiert werden, dass sie vor allem auch ansprechend und leicht verständlich für junge Menschen sind.

Wir sind dankbar für Ihre Unterstützung!

IBAN: DE 22 6665 0085 0007 0039 78
Verwendungszweck: Aufstockung Zionsaal