Von unseren Mitarbeitern in Maalot
Vor knapp zwei Wochen kam es zum scheinbaren Waffenstillstand mit dem Libanon. Unsere Gefühle waren zwiegespalten. Auf der einen Seite freuten wir uns über die Freiheiten, die dadurch möglich wurden, aber auf der anderen Seite waren wir frustriert, dass Israel die Mission im Libanon schon wieder nicht zu Ende bringen muss, ohne die Terrororganisation Hisbollah besiegt zu haben.
Für uns ist es sehr beeindruckend, wie das israelische Volk in diesen ungewissen und frustrierenden Zeiten trotz allem den Mut nicht verliert und aus dem »Heute« das Beste macht. Besonders am Unabhängigkeitstag erlebten wir die Lebensfreude der Israelis ganz live. Nicht nur unsere Heimbewohner, sondern auch deren Angehörige und andere Besucher erfreuten sich an einem kleinen Fest zur Feier des Tages.

Wir dekorierten den Garten und die Station mit vielen Israelflaggen, frittierten selbstgemachte Falafel, hörten fröhliche Musik und freuten uns an der regen Beteiligung der Besucher am Essen. Nachmittags wurden großzügig Waffeln gebacken und gegessen. Die Heimbewohner genossen den Tag sichtlich.
Es war ein Geschenk Gottes, dass wir dieses Fest in unserem Heimbewohnergarten feiern konnten. Vier Tage zuvor zogen die Heimbewohner für einen »Urlaub« hoch auf die Station (Dauer ungewiss).
Obwohl wir skeptisch waren, wurden uns die Vorzüge unserer Station schnell wieder bewusst. Tages- und Sonnenlicht, Fenster zum Lüften, helle Räume, mehr Privatsphäre und Stauraum und einen ebenerdigen Ausgang in den Garten. Endlich können auch die Bewohner das frühlingshafte Wetter genießen.
Vielen Dank für euer Interesse und das Mittragen der Situation im Gebet.
Gerne dürft ihr weiter dafür beten, dass die Heimbewohner die Umzüge gut verkraften (wer weiß, wie viele uns noch bevorstehen?) und dass der Krieg Israel letztendlich zum Guten dienen darf.
Für den Erweiterungsbau haben wir inzwischen – Gott sei Dank! – die offizielle Baufreigabe der Stadt Maalot erhalten! Der Bauunternehmer hat dann kriegsbedingt auch ohne offiziellen Spatenstich mit den Vorarbeiten begonnen. Die Baugrube für die neue Werkstatt und die Lagerräume, die gleich am Anfang benötigt werden, wird ausgehoben.
Anstelle eines offiziellen Spatenstichs ist nach Abschluss der Vorarbeiten und zum Baustart des eigentlichen Erweiterunsgbaus eine offizielle Grundsteinlegung mit Liveschaltung geplant. Der Zeitpunkt dafür wird dann rechtzeitig vorher bekannt gegeben.

