Lass mir das Ziel vor Augen bleiben …

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»Lass mir das Ziel vor Augen bleiben, zu dem du mich berufen hast. Lass nicht aus deiner Spur mich treiben des Weges Länge oder Last. Bin ich versucht, auf mich zu schauen und nicht mehr auf das Ziel zu sehen, hilf mir, aufs Neue im Vertrauen auf deinen Sieg voranzugehen.«

Immer wenn ich dieses Lied höre, verbinde ich es mit der Zeit in Israel und dem Dienst bei Zedakah. Bereits zweimal hat der Herr mich klar hierher nach Israel berufen. Das erste Mal war ich 14 Monate hier, es war eine sehr beeindruckende und segensreiche Zeit für mich. Ich habe immer mehr das Land, die Heimbewohner, die Gemeinschaft und die Mitarbeiter liebgewonnen. Der Abschied fiel mir nicht leicht, aber für mich war es wichtig, wieder nach Deutschland zurückzukehren. Ich wusste allerdings nicht, was mich dort erwartete, da ich eine neue Arbeitsstelle als Arzthelferin in der Uniklinik Münster bekommen hatte. Es vergingen zwei Monate und ich hatte immer noch nicht die Gewissheit, am richtigen Platz zu sein. Besonders in dieser Zeit kam ich immer wieder zurück auf den Gedanken, Krankenschwester zu werden, und so kündigte ich.

bild_helena_rebeckaRebecka und Helena mit einer Heimbewohnerin

In einem Gespräch, das ich mal in Maisenbach hatte, gab mir jemand einen Ratschlag: »Wenn du Gott darum bittest, dass er dich richtig führen soll, dann ›fahr‹ im Gottvertrauen und Gebet los, und Gott wird entweder Türen öffnen oder schließen.« Also, da ich nicht untätig sitzen wollte, bewarb ich mich als Krankenschwester. Ich hatte immer wieder Kämpfe, an einem Tag ganz besonders. Dazu kam noch quälender Husten. Als ich in der Küche nach einem Hustentee suchte, fiel mir ein Schächtelchen entgegen, darauf stand: »Vertraue voll und ganz dem HERRN! Er zeigt dir den richtigen Weg und krönt dein Handeln mit Erfolg« (Sprüche 3,5-6). Das war kein Zufall!

So ging ich am nächsten Tag mit ermutigtem Herzen zum Vorstellungsgespräch. Die Schulleitung interessierte sich sehr für Israel und Zedakah. Ich bekam direkt eine Zusage, zum nächstmöglichen Zeitpunkt anzufangen (1.4.2014) und sogar die Ausbildung um ein Jahr zu verkürzen. Und auf die Frage, was ich in der Zwischenzeit mache? Ganz klar – ich gehe zurück nach Israel! Dem Herrn sei Dank! So bin ich wieder hier und freue mich wirklich jeden Tag darüber! Ich staune, wie Gott auch hier im Werk alles so wunderbar lenkt und versorgt. Herzlichen Dank, Gott vergelte jedem Beter und Spender!

Helena W., 2014

 

»Was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan!« Matth. 25,40

Schalom! Ich heiße Rebecka, bin 24 Jahre und nun seit zwei Jahren in Israel.

Im Sommer 2010 legte es mir der Herr aufs Herz, für ihn in den Dienst zu gehen. Da ich mich auch erst zu diesem Zeitpunkt ganz für den Herrn entschieden hatte und mit dem weltlichen Leben völlig abschließen wollte, sehnte ich mich nach Gemeinschaft mit anderen Gläubigen. Da schon zwei meiner Schwestern bei Zedakah waren und ich immer schon mal nach Israel wollte, erkundigte ich mich über das Werk. Nach einem Jahr Bedenkzeit und etlichen inneren Kämpfen bewarb ich mich dann und legte es ganz in Gottes Hände. Und so dauerte es nicht lange, bis dann auch ich das erste Mal nach Israel kam.

Da ich Altenpflegerin bin, war mein Dienst natürlich auf Station. Anfangs fiel es mir nicht leicht. Der Umgang mit unseren Heimbewohnern war nicht einfach für mich. Immer wieder wurde meine Geduld auf die Probe gestellt. Ohne die Hilfe Gottes hätte ich das nie geschafft.

Ich durfte lernen, mich ihm völlig anzuvertrauen und Hilfe täglich ganz von ihm zu erbitten. Das erste Jahr ging schnell vorbei, doch es gefiel mir so gut, dass ich für einige Monate verlängerte. Ende Dezember 2012 flog ich wieder nach Hause.

Doch zu Hause konnte ich mich nicht wirklich in den Alltag einfinden, auch hatte ich noch keine Arbeitsstelle. Dann wurde ich von Martin Meyer eingeladen, für einige Zeit nach Maisenbach zu kommen, um wieder Fuß zu fassen. Dieses Angebot nahm ich dankbar an, und so blieb ich einen Monat in Maisenbach und half dort ein wenig aus. Ich bewarb mich in dieser Zeit wieder in einem Altenheim, wo ich dann auch schnell eine Zusage bekam. Doch eine Unruhe überkam mich. Ich wusste nicht, ob es wirklich mein Platz war, obwohl alles passte. Ich betete immer wieder: Herr, wenn es dein Wille ist, so möchte ich wieder zurück nach Israel gehen, zeige DU es mir, ich bin bereit.

Und so geschah es, dass mir auf einmal das Heim, wo ich eigentlich anfangen sollte, kurzfristig absagte. Für mich war es klar: Rebecka, nun gehst du zurück nach Israel. Noch am selben Tag rief ich in Maisenbach an. Ich konnte es kaum glauben. Ich verspürte so eine Freude, so ein Friede überkam mich und die Gewissheit: Ich bin am richtigen Platz. Und schon im März durfte ich wieder in Israel sein.

Ich bin so glücklich, dass der Herr mich wieder zurück in seinen Dienst gestellt hat. Unter Gläubigen zu arbeiten und mit ihnen in Gemeinschaft zu sein, ist solch ein Segen und ein Geschenk. Und dann auch noch im Dienst zu stehen für sein Volk – welche Gnade! Von ganzem Herzen möchte ich mich bei allen bedanken für jede Spende und jedes Gebet. Ohne diese Unterstützung würde das alles gar nicht gehen. Möge unser treuer Heiland es einem jeden vergelten und jeden reich dafür segnen.

Rebecka Z., 2014