Wie wird die Erweiterung im Detail aussehen?
Hier sehen Sie einen Plan des gesamten erweiterten Gebäudes:
Seitenansicht der gesamten Pflegestation

Weitere Pläne
GRUNDRISSEGrundriss der gesamten erweiterten Pflegestation (Ebene 3 und 4)
Plan für die Mitarbeiterebene und Lagerräume (Ebene 2)
Plan für den neuen Bunker und die Außenanlage (Ebene 1)
Antworten auf weitere Fragen
ALLGEMEINE FRAGENWas ist der eigentliche Grund, warum jetzt der Anbau gemacht werden soll?
Eigentlich sollte die Frage richtig heißen: Warum erst jetzt? Schon seit 40 Jahren bewegt Zedakah die Erweiterung des Pflegeheims, vor allem aufgrund der großen Nachfrage nach Pflegeplätzen. Seit 2015 haben wir uns intensiv mit der zukünftigen Ausrichtung von Zedakah beschäftigt. In diesen Überlegungen ist uns immer deutlicher geworden, dass unser Tröstungsauftrag in Israel nicht zu Ende geht, sondern weitergeht bis zur Wiederkunft Jesu. Durch eine Erweiterung des Pflegeheims können wir unserem Auftrag noch besser nachkommen und dem jüdischen Volk Segen und Trost sein.
Die Generation der Holocaustüberlebenden stirbt in absehbarer Zeit aus. Wer soll von dem Erweiterungsbau profitieren?
Im Jahr 2025 leben noch mehr als 100.000 Holocaustüberlebende der ersten Generation in Israel. Noch im Jahr 2035 sollen statistisch voraussichtlich über 10.000 am Leben sein. Der Tröstungsauftrag nach Jesaja 40,1 bezieht sich nicht nur auf die Holocaustgeneration, sondern auf ganz Israel, gerade auch nach dem 7. Oktober 2023; und zwar bis zur Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus.
Spätestens wenn es keine Holocaustüberlebenden der 1. Generation mehr gibt, kommt unser Dienst neben den Angehörigen der Holocaustüberlebenden auch Kriegs- und Terroropfern und anderen hilfsbedürftigen Juden in Israel zugute.
Warum wurde entschieden, das Pflegeheim in Maalot zu erweitern und nicht das Erholungsheim in Shavei Zion?
Mit dieser Entscheidung haben wir keine gegenseitige Wertung des Dienstes in Shavei Zion oder Maalot vorgenommen. Auch in Zukunft wollen wir unserem Auftrag in verschiedener Art und Weise an zwei Standorten nachkommen. Bereits beim Bau des Pflegeheims 1983 wurden jedoch die Fundamente für eine Erweiterung gelegt. Es liegt daher nahe, dass wir als nächstes in Maalot unseren Dienst ausbauen.
Außerdem wird es noch einige Zeit länger pflegebedürftige Holocaust-Überlebende geben als Feriengäste der ersten Generation für Shavei Zion, wo wir ja eine gewisse Selbstständigkeit und Mobilität voraussetzen.
Wie reagieren die israelischen Behörden auf Pläne zur Erweiterung des Pflegeheims?
Bei einem unangemeldeten Besuch in unserem Pflegeheim in Maalot bereits im Jahr 2015 sagte z.B. der Leiter der Landeskontrollkommission des Gesundheitsministeriums Dr. Cohen zu unserer damaligen Pflegedienstleiterin Heike Rüger mit Blick auf die Betonplatte für die Erweiterung: »Warum erweitern Sie nicht? Ein Heim, das so gut ist, sollte man doch erweitern!«
Das Wohlwollen der Behörden unserer Erweiterung gegenüber durften wir auch in der Genehmigungsplanung erfahren: Wir haben schnelle positive Genehmigungen und kaum zusätzliche Auflagen bekommen.
Ist eine Vollauslastung des Pflegeheims in Zukunft gesichert? Wie ist die Situation in der Altenpflege in Israel allgemein?
Wir haben aktuell so vielen dringende Neuanfragen, dass wir bereits kurzfristig alle 72 Plätze belegen könnten (abgesehen von den fehlenden Mitarbeitern).
Da auch in Israel der Anteil der älteren Bevölkerung wächst, wird der Bedarf an Altenpflege in den nächsten Jahrzehnten auch in Israel steigen (ähnlich wie in Deutschland).
Wie hoch sind die Gesamtkosten des Erweiterungsbaus?
Die noch fehlenden Gelder für eine notwendige Sanierung einer der bestehenden Stationen, für vorbereitende
Arbeiten auf dem Gelände und vor allem für die signifikanten Teuerungen im Bausektor (in Israel stiegen Baukosten um etwa die gleiche Rate wie in Deutschland – im Ergebnis über 50 %!) stellen ein großes Glaubenswagnis für uns alle dar. Doch »wenn unser HERR das Haus baut«, dann wird er auch für die geschätzt noch fehlenden ca. 5 Mio. € sorgen, die bis zur Fertigstellung des ersten Bauabschnitts (Gelände, Sanierung, Bunker und Rohbau) in 1 bis 2 Jahren benötigt werden. Sehr ermutigt und dankbar sind wir für den bisherigen Spendeneingang von 6,6 Mio € für diesen Bau.
Zum einfacheren und transparenten Verständnis des Zusammenhangs von Zahlen und Bauabschnitten wurden diese in der unten abgedruckten Grafik übersichtlich zusammengestellt (Zahlen der alten Kostenberechnung vor 5 Jahren in Klammern).
Wenn Sie uns finanziell unterstützen wollen, besuchen Sie bitte unsere speziell für den Erweiterungsbau eingerichtete Spendenseite.
Unterstützt der deutsche oder der israelische Staat das Projekt finanziell?
In der gesamten Geschichte von Zedakah gab es bisher keine laufenden staatlichen Unterstützungen. Immer wieder können wir nur staunen, wie unser HERR uns mit den nötigen finanziellen Mitteln durch Spenden versorgt. Das erbitten wir von unserem HERRN auch für dieses Bauvorhaben und die zukünftige Versorgung. Bislang ist auch für dieses Bauvorhaben keine staatliche Unterstützung angefragt oder zugesagt. Eine solche staatliche Unterstützung müsste dann ggf. im Einzelfall geprüft werden.
Welche »Synergieeffekte« wird es geben?
Bei deiner Verdreifachung der Heimbewohnerplätze (von 24 auf 72) steigen die laufenden Kosten nicht linear. Dies ist beispielsweise dadurch erklärbar, dass die bestehenden Wirtschaftsräume ausreichend sind. So braucht eine Waschküche nicht im gleichen Verhältnis mehr Personal und Waschmaschinen, wie die Anzahl neuer Bewohner und Mitarbeiter. Diese Tatsache nennt man »Synergieeffekt«.
Wie will ZEDAKAH in Zeiten rückläufiger Spendenentwicklungen die laufenden Mehrkosten decken?
Die laufenden Mehrkosten könnten zu einem großen Teil durch den 3 x so hohen Eigenanteil der von 24 auf 72 gestiegenen Heimbewohner gedeckt werden. Dabei soll jedoch das Grundprinzip bei der Bewerberauswahl erhalten bleiben: Der Minderbemittelte wird bevorzugt.
Nimmt ZEDAKAH ab sofort auch zinslosen Darlehen für den Erweiterungsbau auf?
In der Vergangenheit haben wir zur Finanzierung einiger Projekte bereits gute Erfahrungen mit zinslosen Darlehen gemacht. Grundsätzlich sind wir unter gewissen Voraussetzungen ab sofort auch für dieses Projektes offen für Angebote von zinslosen Darlehen. Bitte kontaktieren Sie uns ggf. hierzu.
Ist das Vorhaben angesichts der aktuellen Mitarbeitersituation nicht unverantwortlich?
Für uns ist der Erweiterungsbau ein gewaltiger Glaubensschritt, den wir nicht auf dem Rücken unserer Mitarbeiter austragen wollen. Wir haben vor der Entscheidung zum Baustart sehr intensive und offene Gespräche mit allen Langzeitmitarbeitern in Maalot geführt. Das Ergebnis war, bei allen Bedenken, eine große Einmütigkeit darüber, nicht zu stoppen, sondern vor Ablauf der verlängerten Baugenehmigung (Baustart vor dem 21.05.2026) mit dem Bau zu beginnen. Nach wie vor bleibt das Vorhaben für uns und unsere (zukünftigen) Mitarbeiter ein Glaubenswagnis, an dem wir alle lernen und wachsen wollen. Gleichzeitig sind wir uns der großen Verantwortung für unsere Mitarbeiter bewusst. Wir beten und werben um die benötigten Mitarbeiter in allen Bereichen. Wir planen den Innenausbau und die Belegung der erweiterten Stationen schrittweise, so wie der HERR uns die Mitarbeiter und Finanzierungsmittel schenkt.
Wo sollen die zukünftigen Mitarbeiter wohnen?
Das komplette Geschoss unterhalb der beiden Stationen soll für Mitarbeiterwohnungen ausgebaut werden.
Warum besteht ZEDAKAH auf freiwillige, deutschsprachige Volontäre und Fachkräfte? Können auch israelische Mitarbeiter beschäftigt werden?
In erster Linie sehen wir den Auftrag als Christen aus dem deutschsprachigen Raum, dem jüdischen Volk ein Zeugnis zu sein. Das können wir am wirkungsvollsten, wenn freiwillige, deutschsprachige Mitarbeiter im direkten Kontakt mit Heimbewohnern und ihren Angehörigen stehen. Diese Tatsache macht auch den besonderen Charakter unserer Pflegeeinrichtung aus. Es beeindruckt die Überlebenden sehr, dass deutschsprachige Christen bereit sind, nach Israel zu kommen und ihnen für ein Taschengeld so hingebungsvoll zu dienen. Sie spüren die Liebe und das Wirken Gottes, die hier sichtbar zum Ausdruck kommen.
Die vom Gesundheitsministerium für diese Größe geforderten lizenzierten Fachkräfte wie Ärzte, Apotheker, Therapeuten, Krankenschwestern sind Israelis und großteils bereits seit mehreren Jahren in Teilzeit für die erforderliche Stundenzahl bei uns angestellt. Israelische Vollzeit-Mitarbeiter würden die Kosten erheblich steigern, da sie nicht als Volontäre beschäftigt werden können.
Ist für den Erweiterungsbau ein größeres Grundstück nötig?
Nein, das vorhandene Grundstück ist für den Erweiterungsbau ausreichend.
Warum muss der bestehende Bau (sogenannte Ebene 2) abgerissen werden?
Der neue Bunker erstreckt sich auf ganzer Länge unter dem geplanten Erweiterungsbau. Es ist daher wirtschaftlicher, den freistehenden, bereits über 40 Jahre alten und nur zu geringen Teilen ausgebauten Rohbau abzureißen und die Baugrube für den neuen Bunker auszuheben, als die bestehende Betonplatte zu erhalten und den Bunker daneben zu bauen. Außerdem entsprechen die alten Fundamente nicht mehr den aktuellen statischen Normen und Anforderungen (strengere Vorgaben für Erdbebensicherheit). Abgesehen vom Raum für Beschäftigungstherapie befinden sich unter der Betonplatte nur Lagerräume, die nicht ausgebaut sind, so dass bei einem Abriss kein großer Verlust entsteht.
Weshalb ist ein Bunker notwendig? Wie sind die aktuellen Anforderungen zur Größe des Bunkers?
Für alle Gebäude in Israel ist ein Bunker- oder Schutzraum verpflichtend. Dazu kommt, dass Maalot in der sogenannten »Nullzone« im Norden von Israel liegt, nur 9 Kilometer von der Grenze zum Libanon entfernt. Nullzone bedeutet: Null Sekunden Zeit, sich zwischen dem Ertönen der Sirene und dem Einschlag der Rakete in Sicherheit zu bringen. Daher haben wir sowohl im 2. Libanonkrieg (2006) mit unseren Heimbewohnern 5 Wochen, als auch besonders im Krieg nach dem 7. Oktober 2023 mehr als 420 Tage im Bunker verbracht. Nach aktuellen Anforderungen muss der Bunker eine Mindestgröße von 6 bis 8 m² pro Heimbewohner (anstatt früher 2 m² pro Heimbewohner) haben. Daher ist dies eines der dringlichsten Anliegen für die Erweiterung! Da der Bunker durch den darüberstehenden Rohbau mit »geschützt« wird, ist das Ziel, den Bunker inkl. komplettem Rohbau in einem Bauabschnitt zu erstellen.
Wie sollen die Bunkerräume außerdem genutzt werden?
Wir planen, die Räume in Friedenszeiten für die 5 mal pro Woche stattfindende Beschäftigungstherapie und andere Verwendung (Physiotherapie, etc.) zu nutzen.
Warum sollen mehr als 24 zusätzliche Plätze gebaut werden? Was haben der Architekt / die Behörden Ausschlaggebendes gesagt, dass jetzt bis zu 48 mehr gebaut werden sollen?
Die Vorgaben des israelischen Gesundheitsministeriums beziehen sich auf 36 Heimbewohner pro Station (Ebene). So werden in Israel alle Heime gebaut. Deshalb war es für den Architekten gleich klar, dass wir aus wirtschaftlichen Gründen und auch aufgrund des hohen Bedarfs gar nicht kleiner planen sollten. Diese Zahlen wurden von den Fachleuten in Deutschland ebenfalls so bestätigt. Da der Bunker unterhalb der Stationen liegt und gleich auch für die entsprechende Zahl von Bewohnern dimensioniert sein soll, lag es auch hier auf der Hand, nicht erst eine kleine Lösung zu bauen und dann wieder zu erweitern. Deshalb waren die Verantwortlichen sich einig: Die Erweiterung auf bis zu 72 Betten sollte auf jeden Fall nicht »verbaut« werden, sondern mit der Möglichkeit des schrittweisen Aus- und Aufbaus angegangen werden. Wie bereits oben erwähnt soll dabei nicht auf einen Schlag, sondern schrittweise, wie uns der HERR Mitarbeiter und Mittel schenkt, ausgebaut werden.
Warum werden jetzt mehr Einzelzimmer geplant? Welche Anpassungen wurden außerdem vorgenommen?
Es gibt die gesetzliche Auflage in Israel, dass bei der geplanten Größe 4 Einzelzimmer vorhanden sein müssen. Im Vergleich dazu dürfen in vielen Bundesländern in Deutschland (seit dem Stichtag 1.1.2019) nur noch Pflegeheime mit Einzelzimmern gebaut werden.
Wir betonen einerseits die Vorteile eines Doppelzimmers für Heimbewohner und das Pflegepersonal: Gerade bei Holocaustüberlebenden, die oft einsam sind, ist unsere Erfahrung, dass nach einem (manchmal schwierigen) sich Aneinandergewöhnen, gerade auch das Miteinander Leben einen positiven Effekt hat. Außerdem ist eine Pflegekraft doppelt so viel in einem Doppelzimmer anwesend wie in einem Einzelzimmer.
Als Ergebnis sollen deshalb in der aktuellen Planung die Mehrzahl der Pflegezimmer grundsätzlich als Einzelzimmer gebaut werden. Die Doppelzimmer im Bestand werden kernsaniert, bleiben aber als Doppelzimmer erhalten.
Wie kann ich mich über den aktuellen Stand des Baus informieren?
Auf unserer Internetseite (siehe »Erweiterungsbau«) werden wir über den aktuellen Stand informieren. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich an Martin Meyer und Frank Clesle, telefonisch unter 07084 9276-0, oder über unser Kontaktformular.
Wie soll der familiäre Charakter des Pflegeheims bei der geplanten Größe erhalten bleiben?
In den Planungen mit dem Architekten, Fachleuten und unseren verantwortlichen Mitarbeitern haben wir auf diesen Punkt besonders Wert gelegt. Deswegen werden die bestehenden Stationen erweitert und nicht separat neu gebaut. Hier wurde nach Beratung mit deutschen Experten die Planung Gott sei Dank bereits im Jahr 2018 angepasst: Um den familiären Rahmen des Hauses möglichst zu erhalten, wird jede Station mit 36 Betten nochmals in 3 Pflegegruppen von je 12 Heimbewohnern unterteilt mit je einem eigenen Essbereich. Das entspricht heute exakt den neuesten Empfehlungen des israelischen Gesundheitsamtes für zukünftiges Bauen. Erfahrungswerte aus anderen Heimen in Deutschland und Israel sagen, dass der familiäre Charakter erst ab einer Gesamtgröße von mehr als 100 Pflegeplätze verloren geht.
Seid ihr in einer Prüfphase oder ist schon klar, dass ihr den Erweiterungsbau machen wollt?
Am 15. November 2025 beschloss die Mitgliederversammlung mit großer Einmütigkeit den Start des Bauvorhabens für das Jahr 2026, nach Möglichkeit schon im Frühjahr. Die verlängerte Baugenehmigung für die Erweiterung unseres Beth Elieser hatte nämlich zur Auflage, dass der Baustart vor dem 21.5.2026 erfolgen muss. Die hohen Kosten und die allgemeine Lage mit dem Kriegsgeschehen und den enormen Verteuerungen sprechen menschlich gesehen alle gegen einen Baustart. Doch da ist auch die Gewissheit der Führung unseres Herrn bisher, die wir als Vorstand und als Mitarbeiterschaft sehen – und auch die treuen Gaben und Ermutigungen vieler Freunde!
Wann soll mit dem Bau begonnen werden?
Spätestens im Januar 2026 sollen die Bäume auf dem Gelände gefällt werden. Ab Februar sollen die Kernsanierungsarbeiten in den Heimbewohnerzimmern auf Station 1 beginnen und – so der HERR will – kann am 11. März 2026 der Spatenstich zum Baustart für die Erdarbeiten und Errichtung der Stützmauern stattfinden.

Falls Sie weitere Fragen haben, stehen Ihnen Martin Meyer und Frank Clesle zur Verfügung: telefonisch unter 07084 9276-0, oder über folgendes Kontaktformular (Wenn Sie das Formular verwenden, übertragen Sie personenbezogene Daten an unser System. Beachten Sie dazu bitte unsere Informationen über den Datenschutz.):



