Nach über 10 Jahren wieder im Beth Elieser

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Schalom! Ich heiße Simone und war zum ersten Mal von Ende Oktober 2001 bis Oktober 2002 in Maalot im Beth Elieser als Krankenschwester. Wie ich, die ich mir damals nie vorstellen konnte, ins Ausland arbeiten zu gehen, nach Israel kam, ist für mich echt Gottes Führung. Während einer Israelreise lernte ich Zedakah und die Arbeit durch einen Vortrag in Shavei Zion kennen. Danach war ich so bewegt und hatte das Gefühl: Diese Arbeit möchte ich auch tun. So begann der Weg nach Israel.

In dem Jahr in Israel lernte ich das Land und Gottes auserwähltes Volk mehr kennen, ich genoss die gute Gemeinschaft unter den Mitarbeitern und war beeindruckt, mit wieviel Liebe die jüdischen Feste mit den Heim- bewohnern gefeiert wurden. Es war für mich ein sehr prägendes, gesegnetes Jahr in Bezug auf mich persönlich und meinen Glauben an Jesus Christus, und ich möchte die Zeit nicht missen. Danach ging ich wieder zurück in meine Heimat und fand in einem Krankenhaus eine Anstellung als Krankenschwester (wo ich jetzt noch bin). Darüber vergingen über zehn Jahre. Ich hatte durch den stressigen Alltag hier in Deutschland und wegen persönlicher Gründe meine innere Freude verloren, die Beziehung zu Gott war lau geworden. Ich brauchte eine Auszeit, wollte aber auch in dieser Zeit etwas Sinnvolles tun, und so hörte ich mich um und schaute, was von meiner Arbeitsstelle aus möglich wäre, denn diese wollte ich nicht aufgeben.

So kam es, dass ich vom Februar bis April 2013 wieder im Beth Elieser mitarbeitete. Ich konnte nicht Gottes Führung sehen, wollte nur eine Auszeit. Nun, im Nachhinein kann ich sagen: Gott hat es gut gemacht. Er hat meinen Weg geführt und mich zur rechten Zeit an den Ort gestellt, wo ich gebraucht wurde, und er hat mir das gegeben, was ich brauchte.

Es war für mich ein bewegendes Gefühl, wieder in Israel und im Beth Elieser zu sein. Nach über zehn Jahren war nicht mehr alles so frisch im Gedächtnis von damals, und von den Heimbewohnern lebte auch nur noch einer, den ich kannte. Somit musste ich mich erst wieder eingewöhnen und lernte am Anfang wieder viel Neues.
Die Arbeit mit den Heimbewohnern war nicht immer einfach, aber die freien Tage mit Ausflügen im Land und die Gemeinschaft unter den Mitarbeitern gaben mir wieder Kraft.
Was sich nicht verändert hat im Beth Elieser seit damals, ist die Liebe zum Volk Gottes, den Heimbewohnern, das tägliche Hören auf das Wort Gottes und das gemeinsame Singen – dies hat mich gefreut, gestärkt und den Blick wieder neu auf Gott und sein Wort gerichtet.

Mich beeindruckte auch das Vertrauen auf Gott, besonders in Bezug auf neue Mitarbeiter. Ich konnte sehen: Gott versorgt und gibt nie zu spät, sondern immer zur rechten Zeit. Für mich war diese Zeit im Beth Elieser wieder ein großer Segen, und ich bin Gott sehr dankbar dafür.

Nun bin ich wieder in Deutschland und möchte weiter auf Jesus schauen, mit Gottes Wort leben und sehen, wo mein Weg weitergeht. »Befiehl dem HERRN deine Wege und hoffe auf ihn, er wird’s wohlmachen.« (Psalm 37,5)

Simone, 2014