Israeltreffen am 1. Mai bei »gutem Wetter«

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»In Israel gibt es gutes Wetter oder schönes Wetter«, erklärte der »Zedakah«-Vorsitzende Hans Bayer den etwa 800 Besuchern, die am regnerischen 1. Mai zum Israelfreundestreffen nach Maisenbach gekommen waren. Regenwetter sei »gutes Wetter« im niederschlagsarmen Israel. Und bei Sonnenschein sei eben »schönes Wetter«.

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Bayer berichtete aus der Arbeit des Hilfswerks, das sich seit über 55 Jahren für Holocaustüberlebende einsetzt. Ein größeres Vorhaben in den nächsten Monaten ist die Erneuerung des Zwischenbaus des Gästehauses in Maisenbach. Ab Sommer 2015 soll in drei Bauabschnitten dieser Eingangs- und Begegnungsbereich renoviert werden. Der Plan sieht vor, den Gästebetrieb so wenig wie möglich zu beeinträchtigen.

Weiter in die Zukunft blickt ein Projektteam, das der Vorstand von Zedakah eingesetzt hat: Wie sieht die Arbeit des Vereins in der Zukunft aus? Noch leben 185.000 Holocaustüberlebende in Israel, in 13 oder 14 Jahren wird diese Generation aber – über 80 Jahre nach Kriegsende – verschwunden sein. Wie kann dann die Tröstungsaufgabe am Volk Israel aussehen?

Aus Maalot konnte Hans Bayer Positives berichten: Die Zusammenarbeit mit den Behörden stoße auf wohlwollende Resonanz, in einer Bewertung des Altenpflegeheims durch das israelische Gesundheitsamt habe man mit ausgezeichneten Ergebnissen abgeschlossen. Am Nachmittag berichtete Schmuel Bayer von der Arbeit in Shavei Zion, wo Holocaustüberlebende kostenlos einige Tage Urlaub am Meer verbringen dürfen.

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Für den thematischen Auftakt sorgte am Morgen der Missionsexperte und Buchautor Dr. Heiko Krimmer mit einem Vortrag über »Israel – erwählt aus Liebe«: Das Volk der Juden, das nach dem Zweiten Weltkrieg den Staat Israel gründen konnte, sei ein Zeichen der Treue und Hilfe Gottes. Überhaupt sei für einen Christen klar: Vor Gott muss man keine Angst haben, »Gott ist Liebe«. Dieser Glaube stehe im Gegensatz zu anderen Religionen, die durch die Angst vor dem Göttlichen geprägt sind.

Dem Volk Israel, das nach den Aussagen der Bibel von Gott erwählt sei, komme dadurch keine göttliche Bevorzugung zu. Im Gegenteil, es sei in den Dienst gerufen, Gott gehorsam zu sein. Die Berufung erfolgte nicht durch den Verdienst Israels, sondern einzig aus der Liebe Gottes. Die Bibel betone sogar, Israel sei »das geringste unter den Völkern«, so Krimmer. Christen, die Jesus als den Messias Israels und Sohn Gottes erkannt haben, sollten Fürbitte leisten, damit Israel zu einem gehorsamen Volk werde und seine Blindheit ablege.

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Auf die Liebe Gottes zu Israel ging Bibellehrer Kurt Schneck in zwei weiteren Vorträgen ein. Von der aktuellen Situation im Nahen Osten und in Israel berichtete der Journalist Egmond Prill aus Kassel: Die Hoffnung des sogenannten »Arabischen Frühling« habe sich zerschlagen und von Nordafrika bis Afghanistan sei die Region von Kriegen, Krisen und Terror geprägt. Hoffnung auf Frieden sieht Prill nicht in der Politik, sondern nur in Jesus Christus.